HISTORIE

  • 08.08.2017: Ohne Rücksprache/Information der Anlegern verwendet das Fondsmanagement erstmals die erwirtschaftete Liquidität eines Windparks (Tramomarina SNC; Eigentümer: 81 % Fonds Leonidas 12, 19 % Fonds Leonidas 14), um der Fondsgesellschaft Leonidas 18 ein Darlehen in der Erwerbs- und Bauphase der Windparks zu gewähren. Die Summe von exakt EUR 400.000 wurde am 28.09.2017 zurückbezahlt.

  • 30.11.2017: Neueintragung Leonidas PRJMA Unternehmensberatungs GmbH; die entsprechenden Mitarbeiter der Leonidas Associates AG werden ab 01.01.2018 übernommen

  • 21.12.2017: Neueintragung Leonidas Advice und Asset Management GmbH; die entsprechenden Mitarbeiter der Leonidas Associates AG werden ab 01.02.20218 übernommen

  • 24.01.2018 – 26.01.2018: Wieder ohne Rücksprache/Information der Anlegern vergibt das Fondsmanagement die Liquidität der Tochtergesellschaften von 10 Leonidas-Fonds als Darlehen. Dieses Mal, um den Erwerb und die Bauphase des Windparks IEL23/Cardiff der Fondsgesellschaft Leonidas 17 teilweise zu finanzieren. Die Gesamtsumme der Darlehen: EUR 1.933.000 zzgl. Zinsen.

  • 31.12.2018: Die Leonidas Treuhand GmbH übernimmt sämtliche Darlehen von in Summe EUR 4.906.492,30, die im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Bauphase des Windparks IEL23/Cardiff vergeben wurden. Dabei verpflichtet sich die Leonidas Treuhand, sogar die Bezahlung der bis dahin aufgelaufenen Zinsen rückwirkend zu übernehmen. Die Darlehensverträge werden von Frau Grieseler für die Leonidas Treuhand und Herrn Schamberger für die verschiedenen Fonds und deren Tochtergesellschaften unterzeichnet.  Der mit der Übernahme dieser Darlehen verbundene Verlust für die Leonidas Treuhand: exakt EUR 236.386,19.

  • 19.04.2019: Die Anleger des Fonds Leonidas 17 beschließen mehrheitlich den Verkauf des Windparks IEL23/Cardiff – trotz geplanter, langer Laufzeit des Investments. Mit Schreiben vom 22.03.2019 „empfiehlt“ das Fondsmanagement ausdrücklich den Verkauf. Dass die Transaktion für Anleger mit einem Verlust verbunden ist, darauf weist das Fondsmanagement in dem Schreiben nicht hin – ganz im Gegenteil: Die übliche Angabe des Anteils des Windparks am Gesamtportfolio fehlt auf der grafischen Darstellung des Investments – im Gegensatz zu der Darstellung den Quartalsberichten. Ebenso fehlt der Hinweis, dass nur durch den Verkauf des Windparks die Darlehen der 10 anderen Leonidas-Fondsgesellschaften in Höhe von EUR 1.933.000 - zumindest zum Teil - zurückbezahlt werden können.

  • 04.09.2020 – 08.09.2020: Die Anleger der Fonds-Leonidas 12 bis 16 stimmen über den möglichen Verkauf ihrer Windparks ab – und lehnen alle mehrheitlich ab. Der drohende Verlust: Bis zu knapp 40 %. Der potentielle Käufer wurde nicht genannt. Mittlerweile ist belegt, dass zwischen dem Fondsmanagement und dem Erwerber schon eine aktive Geschäftsbeziehung bestand, das Fondsmanagement die Windparks daher alle weiter betreut hätte. Den Anlegern wurde auch nicht mitgeteilt, dass der potentielle Erwerber von den kompletten Einnahmen aus dem guten Windjahr 2020 allein profitiert hätte. Schließlich wurde verschwiegen, dass Frau Grieseler am Windpark Saulces (Fonds 13) eine persönlich mit 10 Prozent beteiligt ist, gegenüber den Anlegern allerdings anonym in dieser Eigenschaft  für einen Verkauf votiert hat.

  • 24.09.2019: Mit der Bezahlung des Verkaufserlös für den Windpark IEL23/Cardiff erfolgt die Rückzahlung fast aller Darlehen vom 24.01.2018 bis 26.01.2018 durch die Leonidas Treuhand - bis auf EUR 75.000 zzgl. Zinsen.

  • 27.09.2020: Die Leonidas Management GmbH kündigt der Leonidas Associates AG den Dienstleistungsvertrag für die Anlegerverwaltung außerordentlich/vorsorglich ordentlich zum 31.12.2020 und verzichtet ab sofort auf die Leistungserbringung durch die Mitarbeiter der Leonidas Associates AG.

  • 01.10.2020: Das Emissionshaus Leonidas Associates AG bekommt mit Dr. Alexander Deicke einen neuen Vorstand.

  • 02.10.2020: Antje Grieseler wird als Geschäftsführerin der Leonidas Treuhand GmbH (zuständig für die Fonds 12 bis 17) mit sofortiger Wirkung wegen grober Pflichtverletzung abberufen.

  • 02.10.2020: Ralf Schamberger legt sein Amt als Vorstand der Leonidas Associates AG mit sofortiger Wirkung nieder.

  • 12.11.2020: Erst jetzt informiert die Leonidas Management GmbH die Anleger per E-Mail, dass sie die Aufgabe der Anlegerverwaltung selbst übernommen habe. Eine digitale Plattform sowie Online-Gesellschafterversammlungen werden angekündigt. Ergänzt wird die Information durch eine E-Mail vom 01.12.2020, wonach die Büros wegen der Corona-Pandemie nicht besetzt seien. Eine Erreichbarkeit sei daher nur per E-Mail gegen.

  • 16.11.2020: Das Leonidas-Fondsmanagement informiert die Anleger der Solarfonds 4 und 5 erstmals über die geplanten, rückwirkenden Kürzungen der Einspeisevergütung für Solaranlagen in Frankreich

  • 03.12.2020: Dr. Deicke stellt gegenüber den Anlegern per E-Mail klar, dass die Leonidas Management GmbH das Dienstleistungsangebot der Mitarbeiter der Leonidas Associates AG ablehne und daher nicht nur die Telefone der Anlegerverwaltung nicht mehr besetzt sind, sondern die Anlegerverwaltung seit der Kündigung gar nicht mehr wahrgenommen werden.

  • 25.2.2021: Das Fondsmanagement verschiedener Leonidas-Fonds kündigt an, Beiräte aus dem Kreis der Anleger zeitnah installieren zu wollen.

  • 09.03.2021: Das Fondsmanagement behauptet, dass die Leonidas Treuhand GmbH ihre Stimmen im Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlungen für die Fonds Leonidas 12, 16 und 17 zu spät abgegeben habe. Daher sei eine erneute Stimmabgabe durch die Anleger notwendig. Die Leonidas Treuhand GmbH hatte sich mit der durch sie ausgeübten Stimmen enthalten.

  • 11.3.2021: Das Fondsmanagement der Fonds 4 und 5 informiert die Anleger, das bis zu einer endgültigen Klärung der Tarifhöhe für Solaranlagen in Frankreich die finanzierenden Banken keiner Ausschüttung mehr zustimmen werden.

  • 18.03.2021: Die Leonidas-Fonds 12, 16 und 17 wiederholen die Abstimmung der außerordentlichen Gesellschafterversammlungen wie angekündigt.

  • 18.03.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH stellt gegenüber den Anlegern der Fonds 12, 16 und 17 klar, dass eine erneute Abstimmung nicht notwendig sei und dadurch unnötige Kosten verursacht würden. Erstmalig werden zudem vier offene Fragestellungen der Leonidas Treuhand GmbH den Anlegern gegenüber kommuniziert, deren Beantwortung von der Geschäftsführung bis dato verweigert wurde:

    • Welche Dienstleistungen werden von den zahlreichen, von Antje Grieseler und Ralf Schamberger kontrollierten Gesellschaften in Frankreich und Deutschland erbracht? Wie ist die Qualität dieser Arbeit? Wie werden diese Dienstleistungen dokumentiert? Sind die abgerechneten Kosten marktgerecht? Oder sind die Fondsgesellschaften zu einer Art "Selbstbedienungsladen" für die zahlreichen Gesellschaften der Antje Grieseler und des Ralf Schamberger geworden?

    • Wie kann es sein, dass die Ausschüttungen- trotz des besseren Windaufkommens in den letzten Monaten - nicht höher sind?

    • Die Anlegerverwaltung hat auch für das Jahr 2020 volle Bezahlung erhalten. Was sind die wahren Gründe, dass eine telefonische Erreichbarkeit der Anlegerverwaltung von Ende September 2020 bis Mitte Januar 2021 trotzdem nicht gegeben war und sogar Emails teilweise nicht beantwortet wurden?

    • Warum gibt es keine Gesellschafterversammlungen, auf denen das Fondsmanagement endlich Rede und Antwort zu allen Fragestellungen stehen muss.

  • 24.03.2021 und 14.04.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH schreibt die Anleger der Fonds 12 bis 17 mit der Möglichkeit an, außerordentlicher Gesellschafterversammlungen auf den Weg zu bringen.                               Die Resonanz: Zwischen mehr als 60 Prozent bis fast 80 Prozent der Anlegerstimmen bevollmächtigen die Leonidas Treuhand GmbH mit dieser Aufgabe. Die gegenüber dem Fondsmanagement formulierten Ziele:

    • Ihre Fragen müssen beantwortet werden. 

    • So können Sie effektive Kontroll- und Transparenzmechanismen beschließen, wie z. B. die Wahl von Beiräten aus Ihrer Mitte. 

    • Sollte sich darüber hinaus herausstellen, dass das Fondsmanagement grob pflichtwidrig gehandelt hat, dann ist sogar die Abberufung als Geschäftsführung bis hin zum Ausschluss der Komplementärin möglich. Das sollte unserer Auffassung nach allerdings nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden.

  • 14.04.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH stellt durch ihre Stimmabgabe sicher, dass das Ergebnis der wiederholten Abstimmungen der ordentlichen Gesellschafterversammlungen der Fonds 12, 16 und 17 mit der ersten Abstimmung übereinstimmt. Ansonsten wären in der wiederholten Abstimmung noch mehr Tagesordnungspunkte abgelehnt worden als bei der ersten Votierung.

  • 22.04.2021: Die Anleger einiger Leonidas-Fondsgesellschaften können sich als Beirat bewerben. Die Frist läuft bis 06.05.2021. Es gibt keine Wahl: Die Auswahl Beiräte bestimmt allein das Fondsmanagement.

  • 28.04.2021: Die Fondsgeschäftsführung informiert führt das - mittlerweile wohl schon wieder eingestellte - Format „Leo Talk“ ein. Ein erstes Video stellt anschließend die „Köpfe“ der Leonidas-Gruppe vor.

  • 30.04.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH informiert über die Stimmmehrheiten zur Einberufung von außerordentlichen Gesellschafterversammlungen:

    • Leonidas Associates XII Wind GmbH & Co. KG (Leo 12): 69,89 %

    • Leonidas Associates XIII Wind GmbH & Co. KG (Leo 13): 63,13 %

    • Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG (Leo 14): 69,09 %

    • Leonidas Associates XVI Wind GmbH & Co. KG (Leo 16): 79,08 %

    • Leonidas Associates XVII Wind GmbH & Co. KG (Leo 17): 61,70 %

  • 30.04.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH nimmt auch Vollmachten für die Einberufung von außerordentlichen Gesellschafterversammlungen von Anlegern von Leonidas Fonds entgegen, bei denen sie keine Treuhandfunktion inne hat.

  • 11.05.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH wird von einem Anleger des Private Placements Leonidas 16 gleich zweimal aufgefordert, seine Nachricht an die Mitanleger zu versenden. Die Leonidas Treuhand GmbH kommt der Aufforderung nach. Die sich dadurch gegründete Interessengemeinschaft Leonidas 16 repräsentiert knapp 80 Prozent des gesamten Anlegerkapitals.

  • 01.06.2021: Die Fondsgeschäftsführung fordert die Leonidas Treuhand GmbH in mehreren Fondsgesellschaften auf, gegen das Votum der Mehrheit der Anlagerstimmen in den ordentlichen Gesellschafterversammlungen, die Jahresabschlüsse zu bestätigen.

  • 11.06.2021: Das Fondsmanagement informiert die Anleger des Nachrangdarlehens Leonidas 3 über die Rückzahlung zum Jahresende, schreibt dabei, dass die Solaranlagen in einem „gutem Zustand“ und der Einspeisetarif „mit 50 Cent pro kWh sehr attraktiv“ seien.

  • 02.07.2021: Max Hug bezieht gegenüber den Anlegern des Leonidas 3 Stellung.

  • 07.07.2021: Das Fondsmanagement teilt den Anlegern des Nachrangdarlehens Leonidas 3 mit: „In den französischen Betreibergesellschaften ist eine gewisse Liquidität bereits vorhanden; sie warten aber noch auf einen weiteren Liquiditätszufluss aus den offenen Rechtsstreitigkeiten in Frankreich und Deutschland. Der französische Richter hat den Statik Sachverständigen dazu aufgefordert, bis spätestens zum 31.12.2021 sein Gutachten vorzulegen. Danach werden die Urteile erwartet. Die Gesellschaften hatten die Kosten für die umfangreiche Sanierung der Dächer und der Anlagen selbst getragen und haben aus Sicht der Geschäftsführung daher einen Zahlungsanspruch, der den Betrag der Darlehen, die Sie und Ihre Mit-Darlehensgeber gegeben haben, übersteigen würde.“

  • 13.09.2021: Als Vorbereitung für die außerordentlichen Gesellschafterversammlungen lädt die Leonidas Treuhand GmbH die Anleger der Fonds 12 bis 17 zu einer Informationsveranstaltung am 08.10.2021 nach München ein. Antje Grieseler, Ralf Schamberger und fünf weitere Verantwortliche der Leonidas werden ebenfalls eingeladen, bekommen die zu besprechenden Themen vorab mitgeteilt. Die Einladung an die Anleger enthält diese Punkte bewusst nicht, damit die Möglichkeit zur vorverurteilungsfreien Vorbereitung für die Leonidas-Verantwortlichen möglich ist.

    • Welche der von Ihnen Frau Grieseler, Ihrer Familie, Herr Schamberger, Frau Tröschel und Frau Hofmann kontrollierten Firmen erbringen welche Dienstleistungen für die Fondsgesellschaften, die Zwischengesellschaften („Blockergesellschaften“) und/oder die Betreibergesellschaften in Deutschland/Italien/Frankreich und erhalten dafür welche Vergütung?

    • Warum beantworten Sie vorgenannte Frage weder auf explizite Anforderung der Anleger noch auf unsere wiederholten Nachfragen? Warum weigern Sie sich Zahlen, Daten und Fakten auf allen Gesellschaftsebenen der Fonds den Anlegern/der Leonidas Treuhand GmbH offenzulegen und diese entsprechend zu erläutern?

    • Wie beurteilen Sie selbst die Qualität/die Erreichbarkeit der Anlegerverwaltung seit der Übernahme durch Leonidas Management GmbH direkt?

    • Weshalb sind Sie, bzw. der von Ihnen beauftragte/selbst verantwortete Dienstleister PRJMA Unternehmensberatungs GmbH, mit der Erstellung der Jahresabschlüsse für so viele Fondsgesellschaften weiterhin im Rückstand?

    • Warum beauftragen Sie als Fondsmanagement die Anwaltskanzlei Bird & Bird, um die Anforderung von Anlegern, ihnen die Namen und Anschriften der weiteren Investoren auszuhändigen, abzuwehren?

    • Warum stellen Sie uns als Leonidas Treuhand GmbH – trotz mehrmaliger Aufforderung – nicht die aktuellen Listen der Anleger mit den Kontaktdaten inkl. Telefonnummer und Email-Adresse per Excel-Datei zur Verfügung, damit wir möglichst alle Anleger erreichen können – also auch diejenigen Investoren, die ihre Kontaktdaten geändert und Ihnen das mitgeteilt haben?

    • Warum wurden die Windparks der Beteiligungen Leonidas Associates XIII und XIV nicht binnen 3,5 Jahren ab dem Ende der Platzierung– wie prospektiert – verkauft?

    • Erläutern Sie Ihr Vorgehen/die Hintergründe im Jahr 2020 in Bezug auf die Abstimmungen der Anleger über den möglichen Verkauf der Windparks der Beteiligungen Leonidas Associates XII, XIII, XIV und XVI.

    • Erläutern Sie, warum die Leonidas Associates IX Wind GmbH & Co. KG (Leo 9) einen 41 %igen Anteil am Windparks IEL23/Cardiff für ca. EUR 4,7 Mio. erworben und dabei den Kaufpreis zumindest teilweise über Darlehen refinanziert hat, die sie direkt/indirekt von insgesamt 10 vollkommen anderen Leonidas-Fondsgesellschaften (bzw. deren Tochtergesellschaften) erhalten hat.

  • 21.09.2021: Die Beiräte des Fonds Leonidas 12 werden über die geplante Abstimmung der Anleger zur Änderung der Gesellschaftsverträge zur festen Installierung eines Beirats informiert. Aufgrund vollkommen unübliche Klauseln, die nach Meinung von Anlegern allen den Schutz des Fondsmanagements vor einer möglichen Abberufung bezwecken, fordert der Beirat des Leonidas 12 das Fondsmanagement auf, die Abstimmung zu verschieben, hilfsweise den Anlegern ein Schreiben beim Versand an die Anleger beizulegen.

  • 22.09.2021: Das Fondsmanagement ignoriert die Aufforderung des Beirats des Leonidas 12 und setzt die Abstimmung über die Änderung der Gesellschaftsverträge zur festen Installierung eines Beirats in Gang – ohne jedwede Schreiben beizulegen.

  • 24.09.2021: Das Fondsmanagement der Leonidas informiert die Anleger der Fonds 12 bis 17, dass sie die von der Leonidas Treuhand geplanten Informationsveranstaltungen in München für nicht sinnvoll erachten. In diesem Zusammenhang greift das Fondsmanagement die Leonidas Treuhand GmbH scharf an, spricht u. a. von einem „Unheil-Duo“ sowie drohenden „Gebührenerhöhungen“.

  • 30.09.2021: Die Anleger der Fonds Leonidas 10 bis 17 bekommen vom Fondsmanagement nach und nach eine Übersicht der Einnahmen der Gesellschaften der Familie Grieseler zugeschickt. Eine Offenlegung für weitere Fonds findet nicht statt. Die Einnahmen betragen über 2,4 Prozent bis ca. 3,7 Prozent des platzierten Eigenkapitals der Fonds nur für das Jahr 2020. Die Umsätze der technischen Firmen Leonidas Optima GmbH sowie G & G Erneuerbare Energien mit den Anlagen der Fonds, die sich laut Bundesanzeiger auf über EUR 5 Mio. im Jahr summieren, bleiben in dieser Aufstellung unberücksichtigt.

  • 07.10.2021: Die Leonidas Treuhand GmbH bezieht zum Schreiben des Fondsmanagements an die Anleger vom 24.09.2021 ausführlich Stellung. Auch die Leonidas Treuhand die Anleger darauf hin, dass die Beschlussfassung über die Änderung der Gesellschaftsverträge vollkommen unübliche Klauseln enthält, die nach Meinung von Anlegern allen den Schutz des Fondsmanagements vor einer möglichen Abberufung bezwecken.

  • 08.10.2021: Die Informationsveranstaltung der Leonidas Treuhand GmbH findet ohne die Teilnahmen auch nur eines Leonidas-Verantwortlichen statt. Die gegenüber dem Fondsmanagement recherchierten Sachverhalte/Verfehlungen des Fondsmanagements werden den Anlegern vorgestellt und in einem Protokoll festgehalten, das den Anlegern am 18.10.2021 per E-Mail zur Verfügung gestellt wird. U. a. geht es um eine mögliche Untreue in Höhe von EUR 1.933.000, die gleich 10 von 16 Fondsgesellschaften betreffen.

  • 11.10.2021: Das Fondsmanagement sagt den Beiräten des Fonds 12 eine für den 14.10.2021 geplante Sitzung mit der Begründung ab, da man die „Neutralität (des Beirats) nicht gegeben ansehe“ und zudem „das Vertrauen in die Zusammenarbeit (mit dem Beirat) verloren habe“.

  • 12.10.2021: Die Anleger des Fonds Leonidas 5 werden informiert, dass die Betreibergesellschaft der Solaranlage PV5 Insolvenz angemeldet hat. Das Projekt habe ohnehin nur einen Anteil von 7 % am gesamten Portfolio des Fonds und bisher noch nie signifikant zur Auszahlung der Ausschüttungen etwas beigetragen.

  • 13.10.2021: Die Leonidas-Treuhand GmbH fordert das Management der Fonds 12 bis 17 auf, außerordentliche Gesellschafterversammlungen binnen 14 Tagen auf den Weg zu bringen. Mit Hinweis auf die Corona-Pandemie wird eine Abstimmung per Post, also im sogenannten Umlaufverfahren verlangt.

  • 14.10.2021: Der Beirat des Fonds Leonidas 12 wendet sich direkt an seine Mitanleger, empfiehlt dabei aufgrund der enthaltenen Klauseln dringend, die Änderungen der Gesellschaftsverträge in Bezug auf die Installierung eines Beirats abzulehnen. Die Leonidas Treuhand GmbH verschickt das Schreiben.

  • 15.10.2021: Ein Anleger der Fonds 13, 14 und 17 wendet sich per Brief an seine Mitanleger, bitte ebenfalls darum, die Änderung der Gesellschaftsverträge aufgrund der enthaltenen Klauseln abzulehnen. Auch dieses Schreiben verschickt die Leonidas Treuhand GmbH.

  • 20.10.2021: Für alle Fondsgesellschaften wird die Installierung von Beiräten zu den vom Fondsmanagement vorgeschlagenen Bedingungen mangels ausreichender Stimmenmehrheit abgelehnt.

  • 20.10.2021: Das Fondsmanagement schreibt den Anlegern des Fonds 12, dass es „dem Wunsch der Beiräte nachkomme, einen gewählten Beirat zu installieren“. Der Beirat hat diesen Wunsch von Neuwahölen allerdings niemals geäußert. Weiter Beiratssitzungen hat es bis heute nicht gegeben.

  • 22.10.2021: Das Fondsmanagement bezieht Stellung gegenüber den Anlegern in Bezug auf die Sachverhalte/Verfehlungen aus dem Protokoll der Leonidas Treuhand GmbH der Informationsveranstaltung in München. Die „Vorwürfe“ werden „entschieden zurückgewiesen“.

  • 29.10.2021: Das Fondsmanagement lädt die Anleger zu außerordentlichen Gesellschafterversammlungen in Präsenz nach Kalchreuth ca. 2,5 Monate später, also Mitte Januar, ein. Die Möglichkeit eine Online-Teilnahme sowie Online-Stimmabgabe wird angekündigt. Zudem schreibt das Fondsmanagement, dass es „der Gelegenheit entgegensieht, sich in der Gesellschafterversammlung ihren Fragen (der Anleger) zu stellen und zu einer konstruktiven Aussprache beizutragen“.

  • 04.11.2021: Rechtsanwalt Ralph Veil von der Kanzlei Mattil und Kollegen schreibt alle Anleger des Fonds 17 an, bietet die Möglichkeit einer Vertretung auf den geplanten außerordentlichen Gesellschafterversammlungen an.

  • 5.11.2021: Das Leonidas-Fondsmanagement sowie die HTB Group aus Bremen geben jeweils eine eigene Pressemitteilung heraus und verkünden damit ihre zukünftige Zusammenarbeit. Die HTB Group habe über eine Tochtergesellschaft 12 der insgesamt 16 Komplementärinnen der Leonidas-Fonds, inkl. der direkten Tochtergesellschaften, gekauft. Bei 14 von 16 Fonds werde zum 1.1.2022 die Geschäftsführung der Komplementärinnen sowie der direkten Tochtergesellschaften übernommen.

  • 12.11.2021: Die Leonidas Treuhand warnt die Anleger des Fonds Leonidas 17 vor einer Mandatierung der Anwaltskanzlei Mattil/RA Ralph Veil mangels Neutralität

  • 19.11.2021: Das Fondsmanagement des Nachrangdarlehens Leonidas 3 schreibt den Anlegern: „Derzeit gibt es keine Gründe dafür, dass die Rückzahlung des Darlehens als solche gefährdet wäre. Welche Lösung am Ende gefunden wird, steht im Moment aber noch nicht abschließend fest.“

  • 23.11.2021: Die Anlegervertreter des Private Placements Leonidas 16 fordern die neue Fondsgeschäftsführung zu einer außerordentliche Gesellschafterversammlung auf. Sie beschließen die Verankerung eines Beirats durch die Änderung des Gesellschaftsvertrages zum 22.12.2021 zustande. Die entsprechende Formulierung haben sie selbständig über einen eigenen Anwalt in Auftrag gegeben.

  • 21.12.2021: Obwohl noch nicht als Geschäftsführung der Komplementärinnen der Leonidas-Fonds aktiv sagt der zukünftige Geschäftsführer Marc Hülk die für Januar 2022 geplanten, außerordentlichen Gesellschafterversammlungen der Fonds Leonidas 12 bis 17 ab. Das Argument: Die Corona-Pandemie. Ein neuer Anlauf solle im April oder Mai genommen werden. Die Möglichkeit einer Online-Veranstaltung wird nicht thematisiert. Ebenso wird die Alternative der ursprünglich beantragten, schriftlichen Beschlussfassung nicht in Betracht gezogen.

  • 22.12.2021: Die Anleger des Nachrangdarlehens Leonidas 3 werden informiert, dass mit möglichen Investoren an einem Erwerb der Leonidas 3 KG Interesse hätten, ein Kauf aber noch nicht zustande gekommen sei. Aufgrund der dadurch „verständlicherweise großen Verunsicherung“ könne man sich an die Anwaltskanzlei Mattil wenden. Ein Schreiben der Kanzlei an die Anleger hat das Fondsmanagement gleich beigelegt. Von der Geschäftsführung des Fondsmanagements nicht offengelegt wurde, dass am selben Tag Insolvenz für die Leonidas 3 angemeldet wurde. Ebenso wenig hat die Anlegerverwaltung ihre Erreichbarkeit und Unterstützung angeboten.

  • 30.12.2021: Max Hug schreibt die Anleger des Nachrangdarlehens Leonidas 3 an, legt offen, dass die Gesellschaft bereits Insolvenz angemeldet hat und verweist auf die Tatsache, dass Anleger im Moment nichts unternehmen können – insbesondere, dass man jetzt noch keinen Anwalt mandatieren müsse und sich diese Kosten sparen könne. Erst wenn sie vom vorläufigen Insolvenzverwalter angeschrieben werden, dann müssen ggf. die Forderung angemeldet werden.

  • 14.01.2022: Stefan Güttinger, Vorstand der Muttergesellschaft der Leonidas Treuhand GmbH, lässt sich als zweiter Vorstand mit Alleinvertretungsbefugnis eintragen. Max Hug bleibt als Geschäftsführer im Amt, und damit in der Verantwortung sowie Ansprechpartner, ist aber im Gegensatz zu Herrn Güttinger nicht mehr berechtigt, die Gesellschaft alleine zu vertreten.