Offener Brief des Herrn Wittmann an HTB - KEIN denkbarer Interessenkonflikt!


Sehr geehrter Herr Lesniczak,

sehr geehrter Herr Hülk,


es würde unserem gemeinsamen Fortkommen auch mit Blick auf die heute anstehende Videokonferenz gut stehen, wenn wir endlich aus den „Dörfern“ in die „Stadt“ kommen.


Natürlich bin ich nicht den Aktionären verpflichtet, wie Sie es (unten) nachstehend wiederholt an einen Anleger schreiben. Das Gegenteil ergibt sich aus dem Gesetz. Sie kennen hierzu meine Stellungnahme auf der Seite der Interessengemeinschaft:


https://www.ig-leo.de/post/stellungnahme-von-rechtsanwalt-wolfgang-wittmann-zu-den-rundschreiben-der-htb-kanzlei-matti


Als Aufsichtsrat bin ich ausschließlich dem Interesse der Gesellschaft verpflichtet. Die Gesellschaft wiederum ist - zumindest in Bezug auf die Prospekte ab Leo 6 - als ehemaliges Emissionshaus und Anbieterin den Interessen der Anleger verpflichtet und wird die Anleger jederzeit nachgelagert, d.h. auch nach Platzierung der Fonds unterstützen.


Soweit die Prospekte Ihrer Meinung nach fehlerhaft sein sollten, betrifft das in Person nicht mich und meine Tätigkeit. Vor allem auch kein anderes Mitglied der Interessengemeinschaft.


Bewahrheitet sich Ihre vage Behauptung (m.E. haben die Ferkeleien doch immer erst nach Platzierung der Fonds begonnen) eines angeblichen Prospektfehlers, ist der Sachverhalt rigoros aufzuklären. Dafür werden dann aber neben der AG die damaligen Prospektverantwortlichen (erst Geschäftsführer, dann Vorstände und Aufsichtsräte) in die Pflicht genommen. Das waren und sind vor allem (ehemalige) Wegbegleiter sowie Familienangehörige von Frau Grieseler. Hier besteht bekanntlich eine Durchgriffshaftung, mindestens aber die Regresspflicht. Wenn die AG verklagt werden sollte, bietet das endlich die Chance, nachdrücklich Aufklärung zu bewirken. Anders als bei Gesellschafterversammlungen müssten die damaligen Verantwortlichen dann im Angesicht der Wahrheitspflicht vor Gericht Rede und Antwort stehen. In der Durchgriffshaftung, bei Regress oder auch bei Gesamtschuldnerschaft mit der AG und in jeder anderen denkbaren Konstellation (es bestanden D&O Versicherungen) werden am Ende andere als die AG für einen angeblichen und auch bezifferbaren Schaden der Anleger aufkommen müssen.


Allein die „Prospektverantwortung der AG dem Grunde nach“ stellt mich deshalb als neutrales (siehe auch hierzu meine Stellungnahme im Link oben) Mitglied des Aufsichtsrats nicht in einen Interessenskonflikt. Ich wurde doch erst Januar 2020 durch das Gericht bestellt. Das Gegenteil ist damit der Fall. Und genau deshalb streite ich seit Anbeginn meiner Tätigkeit für Transparenz und Aufklärung!


Lassen Sie uns ab heute gemeinsam diesen Weg gehen und zusammen mit oberster Priorität die Sachverhalte aufklären, die die Anleger berühren und die dafür verantwortlich sind, dass aus den weitgehend gut laufenden Anlagen in den Betriebsgesellschaften keine Ausschüttungen ankommen. Dann müssen wir aber gemeinsam die Truhen in Frankreich aufmachen. Hier wird das Geld verdient und offensichtlich auch ausgegeben. Auf Eben der AG sage ich hierzu meine vollste Kooperation zu und lebe diesen Willen auch schon viele Monate.


Wollen auch Sie Beide der Interessengemeinschaft für die HTB Ihren Willen zu einer bedingungslosen Aufklärung zusagen?


Dann lassen Sie uns jetzt und heute damit beginnen und hören wir damit auf, vermeintlich widerstreitende, weil tatsächlich gemeinsame Aufklärungsinteressen auf dem Rücken der Anleger auszutragen, die am Ende nur zur Verwirrung und damit zu weiterer Frustration führen. Lassen Sie uns vor allem auf die Probleme in den Städten konzentrieren. Sie werden sehen, dass sich dabei die meisten Probleme auf den Dörfern automatisch mit aufklären.


Ich freue mich auf eine gemeinsame und ausschließlich konstruktive Gespräche der HTB mit der Interessengemeinschaft und einen Neubeginn für die Anleger, deren Interessen wir gemeinsam verpflichtet sind.


Ihr


Wolfgang Wittmann



PS: auch die „Dorf-Sache“ mit Ihrem Aufruf an die Anleger, Beschwerden an den Landesdatenschutzbeauftragten zu richten, sollte in jedem Fall noch zurechtgerückt werden. Hier erwarten die Gründungsmitglieder etwaig noch unschöne, weil zeitaufwändige Verfahren, die am Ende einzustellen sind - siehe https://www.ig-leo.de/faq -, aber die Kapazitäten in Bezug auf die Interessen der Anleger unnötig/sinnfrei einschränken.




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